Außenwirtschaftsrecht für Praktiker*innen

Exportkontrolle, Sanktionen, Haftung und Entscheidungsfindung in der Unternehmenspraxis

  • Risiken schnell erkennen und sicher einordnen
  • Neue Sanktionspakete effizient umsetzen
  • Konkrete Praxiserfahrungen von ausgewiesenen Expertinnen
  • Relevante Praxisfälle und Checklisten
  • § 15 FAO
Außenwirtschaftsrecht für Praktiker*innen

Online-Seminar

Ab 1.280,00 € zzgl. MwSt.
Leistungen & Ablauf

Buchungsdetails

Online-Seminar

Ab 1.280,00 € zzgl. MwSt.
Leistungen & Ablauf

In diesem praxisnahen Seminar lernen Sie, zentrale Risiken des Außenwirtschaftsrechts, der Exportkontrolle und Sanktionen anhand aktueller Fallbeispiele sicher einzuordnen und im Unternehmen zu steuern. Sie erfahren, wie Sie ein rechtssicheres Internal Compliance Program, klare Freigabe- und Eskalationsprozesse sowie eine belastbare Dokumentation aufbauen und auf neue Sanktionspakete reagieren.

Ihre Referierenden

Kimberley Fischer

Kimberley Fischer

Anwältin für Trade Compliance, Investigations und Außenwirtschaftsrecht, Baker McKenzie

Kimberley Fischer ist Anwältin für Trade Compliance und Investigations bei der internationalen Wirtschaftskanzlei…

Ingrun Retzlaff

Ingrun Retzlaff

Export Control Officer, Accenture, Hamburg

Ingrun Retzlaff ist Export Control Officer bei Accenture und verfügt über rund 20 Jahre Berufserfahrung in der Exportkontrolle mit unterschiedlichen…

Das erwartet Sie

  • Grundlagen-Refresher: Begriffe sowie kompakter Exportkontroll- und Sanktionsüberblick
  • Anforderungen an ein Internal Compliance Program (ICP) und Checkliste für die Umsetzung
  • Dual-Use, Technologietransfer und internationale Konzerne (u. a. remote Zugriff, deemed exports)
  • catch-all, militärische Endverwendung sowie typische Fehler- und Haftungsrisiken (inkl. Organhaftung)
  • Sanktionen in der Praxis: Umgehungsverbote, No-Russia-Clause/Best-Efforts und Screening-Pflichten
  • Ermittlerblick, Red Flags, Dokumentation als Verteidigung und Umsetzung neuer Sanktionspakete

Wer sollte teilnehmen

Angesprochen sind Mitarbeitende und Entscheider*innen, die im Unternehmen mit Exportkontrolle und Sanktionen befasst sind - insbesondere in Legal, Compliance, Exportkontrolle, Zoll/Außenwirtschaft sowie in den operativen Bereichen (z. B. Vertrieb, Einkauf, Logistik), die risikobehaftete Geschäfte bewerten, Eskalationen steuern oder Maßnahmen dokumentieren.

Ziel der Veranstaltung

Dieses Seminar vermittelt Ihnen praxisnah die zentralen Anforderungen des Außenwirtschaftsrechts mit Fokus auf Exportkontrolle und Sanktionen. Sie frischen wesentliche Begriffe und Grundstrukturen auf und erarbeiten anhand aktueller Fallbeispiele, wie typische Risikosituationen (u. a. Dual-Use, catch-all, militärische Endverwendung sowie Umgehungstatbestände) rechtlich einzuordnen und im Unternehmen zu steuern sind. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der rechtssicheren Organisation: Anforderungen an ein Internal Compliance Program (ICP), Freigabe- und Eskalationsprozesse, Schnittstellen zwischen Recht/Compliance/Exportkontrolle und den Fachbereichen sowie Dokumentation als Entscheidungs- und Verteidigungsgrundlage. Abschließend erhalten Sie konkrete Ansatzpunkte, wie Sie auf neue Sanktionspakete strukturiert reagieren und Maßnahmen wirksam in die Praxis überführen. Ziel ist, dass Sie nach dem Seminar Risiken schneller erkennen, Entscheidungen belastbarer vorbereiten und Maßnahmen effizient umsetzen können.

Ihr Nutzen

In diesem Seminar erhalten Sie klare Leitlinien zur Exportkontrolle und zum Sanktionsrecht für die Unternehmenspraxis.
Hier üben Sie an Fallbeispielen die Bewertung von Risiken und die Ableitung geeigneter Maßnahmen und gewinnen Sicherheit in Freigabe-, Eskalations- und Dokumentationsprozessen.

Programm

von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Begrüßung, Vorstellungsrunde und technisches Warm-up

Grundlagen des Außenwirtschaftsrechts
  • Begriffe, kompakter Sanktions- und Exportkontrollüberblick

Die (haftungs-)rechtlichen Grundlagen einer funktionierten Exportkontrolle

Gemeinsame Erarbeitung einer Checkliste für ein internes Compliance Programm (ICP) anhand aktueller Fallbeispiel, das den Anforderungen des EU/deutschen Gesetzgebers entspricht

  • Einführung in die Anforderungen eines ICP
  • Fallbeispiel zu (Wieder-)Ausfuhr von Dual-Use Gütern und Technologie mit kurzem Exkurs zum US-Exportkontrollrecht
  • Fallbeispiel zu catch-all und militärischer Endverwendung
  • Fallbeispiel eines Exportkontrollrechtsverstoßes mit Organ- und Geschäftsführerhaftung; die Frage der Selbstanzeige

Pause

Indirekte Verstöße und Umgehung durch die Ermittlerbrille

Gemeinsame Weiterentwicklung eines ICP spezifisch für den risikobasierten Ansatz im Sanktionsrecht; Reichweite und Grenzen der unternehmerischen Sorgfaltspflichten

  • Fallbeispiel zur Abgrenzung Umgehungsverbot, No-Russia-Clause und Best-Efforts-Pflichten bei sanktionsrechtswidrigen Geschäften über Drittstaaten
  • Fallbeispiel zur Reichweite von Sorgfaltspflichten bei Sanktionslisten-Screenings von Geschäftspartnern
  • Fallbeispiel zu Risikosignalen aus Ermittlersicht und Dokumentation als Verteidigung
  • Die fünf häufigsten Haftungs- und Organisationsfehler

Mittagspause

Exportkontrolle in der Unternehmenspraxis

Wie funktioniert Exportkontrolle in der Praxis und worin bestehen die Herausforderungen heute?

  • Fallbeispiel zu exportkontrollrechtlichen Herausforderungen für deutsche Unternehmen in China
  • Fallbeispiel zu Technologietransfer in internationalen Konzernen, remote-Zugriff, deemed exports, etc.
  • Fallbeispiel zu Freigabe- und Eskalationsprozessen im Unternehmen
  • Sinnvolle Rollenverteilung zwischen Recht, Compliance, Exportkontrolle, Vertrieb, Einkauf, etc. im Unternehmen und typische Reibungspunkte

Pause

Sanktionsrecht in der Unternehmenspraxis

Fokus auf praktische Herausforderungen bei der Prävention von Sanktionsumgehung im Unternehmen

  • Fallbeispiel zu Red Flags der Sanktionsumgehung in der Praxis
  • Fallbeispiel zu Alltagsfragen für Unternehmensgruppen mit Tochtergesellschaften/Geschäft in Russland
  • Fallbeispiel zur Reaktion auf neue Sanktionspakete und der folgenden Umsetzung im Unternehmen
  • Die wichtigsten Punkte zur Prävention von Sanktionsumgehung

Q&A-Session

Ende der Veranstaltung

Begrüßung, Vorstellungsrunde und technisches Warm-up

Grundlagen des Außenwirtschaftsrechts

  • Begriffe, kompakter Sanktions- und Exportkontrollüberblick

Die (haftungs-)rechtlichen Grundlagen einer funktionierten Exportkontrolle

Gemeinsame Erarbeitung einer Checkliste für ein internes Compliance Programm (ICP) anhand aktueller Fallbeispiel, das den Anforderungen des EU/deutschen Gesetzgebers entspricht

  • Einführung in die Anforderungen eines ICP
  • Fallbeispiel zu (Wieder-)Ausfuhr von Dual-Use Gütern und Technologie mit kurzem Exkurs zum US-Exportkontrollrecht
  • Fallbeispiel zu catch-all und militärischer Endverwendung
  • Fallbeispiel eines Exportkontrollrechtsverstoßes mit Organ- und Geschäftsführerhaftung; die Frage der Selbstanzeige

Pause

Indirekte Verstöße und Umgehung durch die Ermittlerbrille

Gemeinsame Weiterentwicklung eines ICP spezifisch für den risikobasierten Ansatz im Sanktionsrecht; Reichweite und Grenzen der unternehmerischen Sorgfaltspflichten

  • Fallbeispiel zur Abgrenzung Umgehungsverbot, No-Russia-Clause und Best-Efforts-Pflichten bei sanktionsrechtswidrigen Geschäften über Drittstaaten
  • Fallbeispiel zur Reichweite von Sorgfaltspflichten bei Sanktionslisten-Screenings von Geschäftspartnern
  • Fallbeispiel zu Risikosignalen aus Ermittlersicht und Dokumentation als Verteidigung
  • Die fünf häufigsten Haftungs- und Organisationsfehler

Mittagspause

Exportkontrolle in der Unternehmenspraxis

Wie funktioniert Exportkontrolle in der Praxis und worin bestehen die Herausforderungen heute?

  • Fallbeispiel zu exportkontrollrechtlichen Herausforderungen für deutsche Unternehmen in China
  • Fallbeispiel zu Technologietransfer in internationalen Konzernen, remote-Zugriff, deemed exports, etc.
  • Fallbeispiel zu Freigabe- und Eskalationsprozessen im Unternehmen
  • Sinnvolle Rollenverteilung zwischen Recht, Compliance, Exportkontrolle, Vertrieb, Einkauf, etc. im Unternehmen und typische Reibungspunkte

Pause

Sanktionsrecht in der Unternehmenspraxis

Fokus auf praktische Herausforderungen bei der Prävention von Sanktionsumgehung im Unternehmen

  • Fallbeispiel zu Red Flags der Sanktionsumgehung in der Praxis
  • Fallbeispiel zu Alltagsfragen für Unternehmensgruppen mit Tochtergesellschaften/Geschäft in Russland
  • Fallbeispiel zur Reaktion auf neue Sanktionspakete und der folgenden Umsetzung im Unternehmen
  • Die wichtigsten Punkte zur Prävention von Sanktionsumgehung

Q&A-Session

Ende der Veranstaltung

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Weitere Informationen


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Bei unseren Online-Weiterbildungen lernen Sie im Learning Space, unserer holistischen Lernumgebung mit vielen Funktionalitäten. So wird Ihre Selbstwirksamkeit und nachhaltiges Lernen unterstützt.

  • Live und interaktiv lernen über unsere Weiterbildungsplattform "Learning Space"
  • Eine Plattform mit vielen Funktionen: Veranstaltungsraum, Chat, Agenda mit Unterlagen, Umfragen, Workshopräume u.v.m.
  • Komfortable Umfragen mit dem Umfragetool Slido
  • Chat "deluxe": Gruppenchat, 1:1 Chat
  • Zentraler Ablageort für Dokumente und Medien
  • Weitere Services und Apps stehen auf der Plattform zur Verfügung (Padlet, Mentimeter u.v.m.)
  • Didaktisch und technisch optimal aufeinander abgestimmtes Konzept
  • Hohe Interaktivität mit viel Raum für Ihre Fragen
  • Durchgehende Betreuung während der Veranstaltung für einen optimalen Lernerfolg
  • Gratis PreMeeting, um technisch perfekt in Ihre Weiterbildung zu starten


Technische Voraussetzungen

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